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Autor Beitrag
Thema: In Gedenken an David Carradine
Live Wire

Antworten: 13
Hits: 8.767
05.06.2009 15:32 Forum: Kill Bill


Er hat sich bei der Selbstbefriedigung mit einem Seil stranguliert. Das ist jedenfalls die aktuelle Informationslage.

Aber der Name der Rechtsmedizinerin könnte von Tarantino stammen: Porntip Rojanasunan

R.I.P.
Thema: Shaw-Brothers Filme!!!
Live Wire

Antworten: 82
Hits: 30.801
28.01.2008 15:14 Forum: Asien


Disciples of Shaolin ist sicherlich der schlechteste Teil der Trilogie, aber der Showdown ist Martial Arts Magie pur.

Die 13 Söhne ..... (Heroic Ones) ist einer der schlechtesten und langweiligsten Shaw Filme, die ich bisher gesehen habe. Einzig der 10 - 15 minütige Kampf von Ti Lung in der Mitte des Films kann überzeugen. Ansonsten viel Unlogik und Langeweile.

Hier aus dem Review-Thread mein altes Review - Achtung Spoiler -:

Die 13 Söhne des gelben Drachen - The Heroic Ones (1970), deutsche DVD
Darsteller: David Chiang, Ti Lung, Ku Feng, Lily Li Li, Wang Chung, James Nam, Bolo Yeung
Regie: Chang Cheh
Inhalt: Der Film spielt in der Zeit der untergehenden Tang-Dynastie. In der Provinzhauptstadt Chang An hat der Rebellenführer Wang Chao die Macht übernommen. Um das Gebiet zurückzuerobern, hat der Kaiser den mongolischen Warlord Li Ke-yung (Ku Feng) zum König des Territoriums Shatuo ernannt. Li Ke-yung verfügt über eine Armee von 100.000 Mann, die geführt wird von seinen 13 Söhnen/Adoptivsöhnen, den 13 Generälen. Sehr schnell stellt sich heraus, dass es unter den Brüdern Eifersucht und Missgunst gibt. Um eine große Schlacht zu vermeiden, schickt Li Ke-yung einen Kommandotrupp von 9 seiner Söhne aus, die in die Festung von Chang An eindringen sollen, um das Rebellenoberhaupt zu ermorden. Dieser Trupp wird unter die Führung des 13. Sohnes Li Chun-xiao (David Chiang) gestellt, was dem 4. und 12. Bruder überhaupt nicht gefällt. Diese beiden missachten im entscheidenen Moment einen Befehl, der das Unternehmen zum Scheitern bringt. Nur mit großer Mühe und gegen eine große Übermacht von Rebellensoldaten kämpfend gelingt ihnen die Flucht. Der König will die beiden Befehlsverweigerer köpfen lassen, begnadet sie aber aufgrund der Fürsprache des 13. Bruders. Nun bleibt nur noch der offene Angriff und in einer Massenschlacht kann die Festung gestürmt und ein glorreicher Sieg erzielt werden. Es lauern aber bereits neue Gefahren, denn auch bei den Verbündeten gibt es Fürsten mit eigenen Ambitionen.
Kritik: Chang Cheh wollte mit diesem Streifen, der auch zu den großen Klassikern der Shaw Brothers gehört, ein episches Schlachtengemälde vor historischem Hintergrund erschaffen. Das gelingt allerdings nur teilweise. Es wird zwar ein riesiges Arsenal von Statisten für die Kämpfe aufgeboten, meistens werden daraus aber nur Fights von einem oder mehreren der 13 Generäle gegen eine ganze Armee. Außerdem handelt es sich bei den Kulissen, die zu deutlich auch als solche erkennbar sind, fast immer um Festungen, was wenig abwechslungsreich ist. Zu Beginn werden der Mongolenkönig und seine 13 Söhne als ziemliche Barbarenhorde gezeigt, die nur saufen, fressen und kämpfen im Kopf haben. Das ist zwar mal ein anderer Ansatz, die Helden als durchaus unsymphatisch zu zeigen, dauert allerdings zu lange und ermüdet etwas. Die Schlachten selbst sind zwar aus den genannten Gründen unglaubwürdig, aber durchaus gut in Szene gesetzt. Zum Ende hin wird der historische Hintergrund dann etwas ausgeblendet (es bleiben auch Erzählfäden offen) und der Regisseur lenkt das Geschehen allein auf den Bruderkampf. Hier rächt es sich, dass Chang Cheh trotz der langen Laufzeit nicht viel Wert darauf gelegt hat, die 13 Brüder vernünftig zu charakterisieren und dem Zuschauer nahezubringen. Auch hätte er neben Ti Lung und David Chiang noch weitere hochkarätige Darsteller für die Rollen der 13 Brüder verwenden sollen. So ist der abschließende Showdown geradezu uninteressant, denn nachdem die beiden Heroes schon tot sind, ist niemand mehr da, der den Film vernünftig ins Ziel bringt. Auch kampftechnisch wirkt der Showdown etwas unbeholfen. In den 110 Minuten vorher liegt wieder mal alles auf den Schultern des Deadly Duos Ti Lung und David Chiang. Glänzen kann dabei vor allem Ti Lung (obwohl er eher eine Nebenrolle hat), der einen fast 15 minütigen Fight zu Beginn des letzten Filmdrittels fast im Alleingang bestreitet. Die von David Chiang verkörperte Figur ist im entscheidenden Moment unglaubwürdig dumm und naiv, was vieles von dem zerstört, was Chang Cheh vorher an Heroisierung aufgebaut hat. Einige logische Probleme gibt es auch, z.B. brauchen die Helden mal Seile, um eine Festungsmauer zu überwinden, manchmal fliegen sie aber auch einfach hoch. Da hätte man sich doch für eine Variante entscheiden sollen. Zudem zeigt Chang Cheh mal wieder, dass er mit Frauenrollen nicht viel anzufangen weiss. Die eine auftauchende Frau wird nur dazu benutzt, noch mehr brüderliche Zwietracht zu säen und verschwindet dann wieder.
Wertung: Ein Film, der ein Epos werden sollte, dabei aber scheitert. Immerhin scheitert er auf hohem Niveau, denn die Fights können mit ihrem enormen Aufgebot an Statisten und den beiden sich daran abarbeitenden Helden durchaus überzeugen. Leider wird der interessante Ansatz mit den 13 Brüdern durch eine unzureichende Charakterisierung verschenkt und bleibt sehr oberflächlich. Für diese Oberflächlichkeit ist der Film zumindest deutlich zu lang geworden. Hinzu kommt, dass die Handlung zwischen den Fights häufig etwas langweilig ist. Hätte Chang Cheh das Ganze um 30 Minuten verkürzt, wäre es zumindest ein solider Actionkracher geworden. Daher trotz des Klassikerstatus nur 5/10

Nach vielen vielen weiteren Filmen der Shaw Brothers glaube ich nicht, dass ich dem Film heute noch 5/10 geben würde. Im Vergleich zu vielen anderen Klassefilmen fällt der Film doch deutlich ab.
Thema: Shaw-Brothers Filme!!!
Live Wire

Antworten: 82
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11.01.2007 10:55 Forum: Asien


Duel for Gold (1971)
Chu Yuan
Ivy Ling Po, Lo Lieh, Wong Ping, Chan Chun, Chung Wa, Chin Han

Inhalt: Im Fu Lai Money Bureau in Da Tong County lagern große Mengen Gold. Da man zur Bewachung den Martial Arts Helden Wen Li Xian (Chan Chun) engagiert hat, fühlt der Besitzer sich recht sicher. Dennoch lockt der Schatz viele Gangster an. Da sind zunächst „Thousand Hands Goddess“ Lady Meng (Ivy Ling Po) und Lady Hua (Wong Ping), die das Fu Lai Money Bureau ausspionieren wollen sowie der mysteriöse „Invisible Loner“ Teng Qi Ying (Lo Lieh), der sich zunächst mit der Beobachterrolle begnügt. Zu den Damen gesellt sich dann noch Hua Die Er (Chung Wa) und zusammen wagen sie den Überfall, bei dem sie sich im Bureau mit Meng Long (Chin Han) vereinigen, der sich mit falscher Identität dort Zugang verschafft hat. Die engagierten Helfer werden von den Schurken noch vor Ort umgebracht und dann setzen sich mit 100.000 Goldtaels zu viert ab. Alles gut könnte man meinen, aber schon bald kommt unter den Vieren Misstrauen über das Teilen der Beute auf. Da hilft es auch nicht, dass es sich um Ehepaare handelt, denn alle sind wohl der Ansicht, dass ein Haufen Gold schwerer wiegt als Liebe. Folge ist, dass zwei von ihnen ihr Leben verlieren. Und als dann noch weitere Akteure in den Kampf um das Gold eingreifen, brechen endgültig alle Dämme.
Kritik: Mit diesem Film beweist Chu Yuan, dass er auch schon vor seiner großen Clanfilm-Zeit zu grandiosen Filmen in der Lage war. Nach seinem Einstieg bei den Shaws drehte er mit Duel for Gold einer seiner ersten Martial Arts Filme, der noch sehr stark vom Look der Filme seiner Zeit geprägt ist und durchaus auch Ähnlichkeiten mit dem Westerngenre aufweist. Seinen speziellen Stil, der jeden seiner Clan Filme zwischen 1976 und 1983 sofort als Chu Yuan erkennbar macht, begann er erst mit Intimate Confession of a Chinese Courtesan zu entwickeln. Hier geht es mal nicht um den Kampf um eine tolle Waffe oder um Rache. Duel for Gold ist eine klassische Gangstergeschichte um einen großen Raub, nach dessen erfolgreicher Ausführung sich die Mitglieder der Gangsterbande gegenseitig umbringen, weil sie die Beute für sich alleine haben wollen. So hat der Film dann auch zwei Teile. Der erste mit den Vorbereitungen des Raubes und diversen noch relativ harmlosen, aber dennoch gut choreographierten Fights, dient vor allem der Einführung der Charaktere und ihres Könnens. In der zweiten Hälfte geht es dann hart zur Sache. Jeder intrigiert gegen jeden und versucht, die früheren Partner hinterrücks abzumurksen. Das ist absolut spannend und rasant inszeniert und mit deutlich ansteigendem Blutgehalt. Da ist alles dabei vom Durchbohren mit Schwertern oder Bambusstäben und dem Verlust von Gliedmaßen. Das wirkt zum Glück nicht aufgesetzt, sondern ist Ausdruck der sich steigernden Eskalation. Man wundert sich jedoch, mit was für Wunden die Gangster noch zu kämpfen in der Lage sind. Mir persönlich liegt es auch sehr, dass die Gewalt comichaft überzeichnet ist, so dass beim Betrachter keinerlei Gefühl aufkommt, sich übergeben zu müssen. Sehr gelungen finde ich im großen Showdown auch, wie die einzelnen Charaktere während des Kampfes immer wieder versuchen, Bündnisse zu schließen, um einen anderen ausschalten zu können. Bemerkenswert insgesamt, dass es im ganzen Film keinen Sympathieträger gibt. Alle sind gierig und vollkommen skrupellos.
Wertung: Duel for Gold ist absolut mitreißendes Martial Arts Kino im Old School-Style. Die Story wird sehr gut entwickelt und führt durch die zunehmende Gier der Gangster im großen Finale zu einer furios inszenierten Explosion der Gewalt. Mit einem seiner frühen Martial Arts Werke, noch jenseits seiner späteren Ausstattungs- und Farborgien, hat Chu Yuan gleich für ein Ausrufungszeichen gesorgt. Dafür gibt es 10/10.
Thema: Neuste DVD die ihr gekauft habt
Live Wire

Antworten: 923
Hits: 244.331
07.12.2006 09:57 Forum: Allgemeine DVD Area


Habe gestern meine erste Bestellung bei yesasia gemacht.
Shaw Brothers, was auch sonst:
Holy Flame of the Martial World
New Tales of the Flying Fox
Thema: Lady Snowblood 2 - Love Song Of Vengeance
Live Wire

Antworten: 3
Hits: 3.139
24.11.2006 13:22 Forum: Asien


Habe dazu glaube ich hier im Forum schon 2 mal was zu geschrieben. Aber egal, hier noch mal aus der Erinnerung:
Teil 2 ist bei weitem nicht so gut wie das Original. Vermutlich ist die Idee, aus Lady Snowblood eine Serie zu machen auch deswegen gescheitert. Es gibt am Anfang einen sehr schönen Fight am Strand und der Showdown am Ende hat es auch in sich. Dazwischen ist viel Leerlauf. Grob geht es im Film darum, dass Lady Snowblood wegen ihrer Taten aus Teil 1 ins Gefängnis kommt und dann von der Obrigkeit gezwungen wird, einen vermuteten Regimegegner auszuspionieren. In diese Story wird dann auch eine ganze Menge Sozialkritik untergebracht. Da müsste man aber mehr Wissen über diese Zeit in Japan haben. Insgesamt nicht der Knaller.
Thema: Shaw-Brothers Filme!!!
Live Wire

Antworten: 82
Hits: 30.801
22.11.2006 17:42 Forum: Asien


Nur zu. Ein sehr guter Film mit Shi Szu soll auch Flying Guillotine 2 sein. Den habe ich aber nich nicht gesehen.
Hier nochmal in Kurzform etwas zu anderen Filmen mit ihr, die ich kenne:
The Young Avenger: Sie ist die Titelfigur hat mir auch sehr gut gefallen, der Film selbst hat aber doch einige Schwächen. Vor allem, weil sich das Gewicht ab der zweiten Hälfte zu stark auf den von Yueh Hua gespielten männlichen Hauptdarsteller verlagert. In der ersten Hälfte des Showdowns kommt sie gar nicht vor und beim entscheidenden Fight gegen den Bösewicht muss sie sich von ihrem Meister helfen lassen. Das hat mich echt genervt.
Lady of the Law: Gute Grundidee wird leider zu langatmig umgesetzt. Sie spielt zwar die Titelheldin, hat aber nicht die Hauptrolle. Die gehört eindeutig Lo Lieh. Insgesamt unspektakulär.
Clan of Amzaons: Sehr guter Clan-Film von Chu Yuan. Schöne Swordsplay-Action und ne Menge Frauen. Die Hauptfiguren sind aber die Männer. Lohnt sich auf jeden Fall der Streifen. Shi Szu hat eine schöne und auch wichtige, aber keine sehr große Rolle.
The Proud Youth: Toller Clanfilm von Sun Chung mit einer Menge guter Action. Shi Szu hat eine schöne und auch recht große Rolle, fightet aber nur sehr wenig. Wenn ich es recht in Erinnerung habe nur 1 mal. Dennoch klare Kaufempfehlung.
The Deadly Breaking Sword: Licht und Schatten wechseln sich hier ab. Manchmal etwas langatmig, dann aber wieder gute Action. Wirklich grandioser Showdown. Shi Szu als Hure, die Rache für ihren Bruder nehmen will, aber Hilfe benötigt, weil sie selber nicht fighten kann. Im Mittelpunkt ganz klar Ti Lung, Fu Sheng und Ku Feng.

Morgen kommt Trilogy of Swordsmanship raus. Besteht aus 3 Kurzfilmen. Shi Szu spielt in einem der 3 Filme die Hauptrolle. Habe ich natürlich geordert.
Thema: Shaw-Brothers Filme!!!
Live Wire

Antworten: 82
Hits: 30.801
22.11.2006 17:09 Forum: Asien


So viele geniale Filme wie es von den Shaws gibt, ist das ohnehin schwierig. Hier mal eine Top 10, die ich schon länger nicht mehr verändert habe.

1. The 14 Amazons (Monumentales Schlachtenepos mit - wie der Titel ja schon verrät- einer Meng Frauenpower. Insbesondere Ivy Ling Po liefert eine grandiose Vorstellung. Beeindruckend auch einige tolle Einzelsequenzen, z.B. mit der menschlichen Pyramide oder der ausgesprochen bluthaltige Showdown)
2. The Invincible Fist (Frühwerk von Chang Cheh mit einer tollen Story und schönen Fights in Bambusfeldern und im Regen. Lo Lieh mit einer tollen Perfomance als Held.)
3. The Lady Hermit (zu diesem Film brauche ich ja jetzt nichts mehr zu schreiben)
4. The Crimson Charm (als alternativer Titel wäre One Armed Swordswoman passend; ein Film, der sicher bei den wenigsten ganz oben stehen würde, mir aber einfach super gefällt, wieder eine gute Leistung von Ivy Ling Po, dazu Shi Szu mit einer tragischen Liebesgeschichte; Klasse Film)
5. Shaolin Intruders (Zweite Regiearbeit von Choregraphie-Genie Tang Chia; im Grunde typische Rache Story mit Einbeziehung des Shaolin Tempels, die dennoch mit einigen Überraschungen aufwarten kann; Höhepunkt sind aber Fights, die zu den Besten der Shaw-History gehören)
6. The Avenging Eagle (Sun Chung zeigt, dass er zwar nicht der bekannteste Regisseur der Shaws war, sich gleichwohl nicht hinter Chang Cheh oder Chu Yuan verstecken muss; Tolle Story über den vom grandiosen Bad Guy Ku Feng gespielten Clanführer und seinen 13 Adlern; einer der 13 will die Gruppe verlassen um auf den Pfad der Tugend zurückzukehren und wird dadurch zum Gejagten; Dieser Film hat einfach alles: Tolle Story, abwechslungsreiche und von Tang Chia hochkarätig choreographierte Fights und mit Ti Lung, Ku Feng, Fu Sheng, Wang Lung-wei und Shi Szu sehr gute Darsteller)
7. The Eight Diagram Pole Fighter (Erzählt die Vorgeschichte zu 14 Amazons, Gordon Liu zeigt in hochkarätigen Fights seine einzigartige Klasse; Regisseur und Choreograph Liu Chia Liang auf der Höhe seines Könnens).
8. Heroes of the East (Grandioser Streifen von Liu Chia Liang; anfangs eher Screw Ball Comedy mit Gordon Liu und seiner japanischen Ehefrau, die zu seinem Missvergnügen mit ihrem japanischen Martial Arts das traute Heim zerlegt und gegen die chinesische Etiquette für Frauen verstösst, in der zweite Hälfte dann Show Case für Gordon Liu und seine herausragenden Fähigkeiten in Kämpfen gegen 7 japanische Meister in allen möglichen Waffengattungen; wenn die Geschichte der Eheleute zum Ende hin besser aufgelöst wäre sicher noch weiter vorne platziert)
9. Return of the One Armed Swordsman (Für mich der beste Teil der One Armed Swordsman Trilogy. Von Chang Cheh toll inszenierte Geschichte mit einem unfassbar hohen Bodycount)
10. The Duel (Bester Film des Iron Triangle; modernerer Film mit Messern und zum Schluss auch Pistolen; wie viele Filme Chang Chehs sehr blutlastig aber vor allem auch mit einer guten Geschichte, die Chang Cheh später mit seinen Venoms nochmal unter dem Titel Flag of Iron verfilmt hat; der Film der den Heroic Bloodshed auf den Punkt bringt)

Daneben gibt es auch noch eine Reihe Filme, die es zwar nicht in die Top 10 geschaft haben, die ich aber gleich wohl empfehle:
The Magnificent Swordsman (unbekannterer früher Martial Arts Film mit einer Story, die sich an die 7 Samurai anschließt, fighttechnisch eher unspektakulär; hat mir dennoch sehr gut gefallen und dem Regisseur gelingen mit geschickter Verwendung von z.B. Licht und Dunst einige atmosphärisch sehr gelungene Szenen)
The Devils Mirror (Erster Martial Arts Streifen von Sun Chung, der das Wort Bodycount und Blutfluss in eine neue Dimension führt; hat zwar auch seine Schwächen wie z.B. eine viel zu grell geschminkte weibliche Schurkin, aber die Action ist überwiegend echt klasse, Ching Miu hat hier einen der rötlichsten Abgänge der Shaw Geschichte)
The Thunderbolt Fist (Für sich genommen kein wirklich spektakulärer Film, der mir mit all seiner Tragik um die Hauptfiguren aber gut gefallen hat, wenngleich die Story von guten Chinesen und bösen Japanern arg schwarz weiss ausgefallen ist; außerdem hat der Film einige feine Swordfights von Shi Szu zu bieten und der Film "gönnt" seinem Schurken einen ziemlich deftigen Abgang)
Ambush! (Toller Film, der vor allem von seiner guten Geschichte lebt und einen absoult spektakulären Showdown an einer Windmühle zu bieten hat)
The Kung Fu Instructor (Sehr old schooliger Film mit einem grandiosen Ti Lung als ehrenwertem Martial Arts Meister, der in das Machtstreben eines Clans hineingezogen wird; neben Ti Lung glänzt auch Ku Feng als Bösewicht und zeigt mal wieder, dass er einer der besten chinesischen Charakterdarsteller ist)
Bastard Swordsman (Spektakulärer New Wave Streifen mit äußerst schnellen und sehr akrobatisch inszenierten Fights, die zeigen, dass die Gesetze der Physik für die Meister nicht gelten; einzig das Ende war mir doch zu over the top; dennoch einer der Filme, die ich mir immer wieder ansehen kann und der eigentlich auch in meine Top 10 gehört)
Long Road to Gallantry (ebenfalls ein grandios choreographierter und sehr temporeicher New Wave Streifen; Kara Hui zeigt mal wieder, warum sie zur creme der Martial Arts Actricen gehört; der Film hat darüber hinaus auch eine für einen Martial Arts Film echte Rarität auf Lager: einen Zungenkuss der weiblichen und männlichen Hauptfigur)
Thema: Shaw-Brothers Filme!!!
Live Wire

Antworten: 82
Hits: 30.801
21.11.2006 10:42 Forum: Asien


Schön, dass Dir Lady Hermit auch so gut gefallen hat. Der Streifen ist bei mir in den Top 3 meiner SB-Filme. Zur Brückenszene sei noch gesagt, dass Lady Hermit mehr als 10 Jahre vor Indiana Jones gedreht wurde. Grandios fand ich von Cheng Pei-Pei die Szene, wo sie drei Schurken ankündigt,
Spoiler (zum Lesen markieren):
welche Körperteile sie ihnen gleich abschneiden wird.
Thema: Hua Mulan
Live Wire

Antworten: 10
Hits: 4.261
31.08.2006 15:21 Forum: Asien


Zu diesem Thema gab es 1964 auch schon mal einen Film von den Shaw Brothers. Allerdings wurde das Thema als Oper verfilmt. Es wird also sehr viel gesungen. Die Hauptrolle in dem Film hatte Ivy Ling Po, die seinerzeit sehr viel Frauen in Männerklamotten verkörpert hat.
Thema: Hat jemand ...... gesehen?
Live Wire

Antworten: 40
Hits: 14.450
18.05.2006 15:17 Forum: Allgemeine Filmthemen


Habe länger nicht hier herein gesehen. Ich habe Lady Snowblood 2 gesehen. Da ich mich nicht mehr genau erinnern kann, kopier ich hier mal rein, was ich seinerzeit dazu geschrieben habe:

Jetzt habe ich Teil 2 auch gesehen, den fand ich nicht besonders, außer den Anfang und das Ende. Am Anfang ist ein ganz netter Fight an einem Strand. Zwischendrin ist sehr viel Handlung und wenig Action, was an sich noch nichts schlimmes wäre, aber irgendwie überzeugt die Handlung nicht.

Ergänzung : Dem Film fehlt irgendwie das Besondere des Originals. Ich habe mal gelesen, dass Teil 2 ein Versuch war, die Figur als "Serienheldin" zu etablieren. Daher geht es in Teil 2 auch nicht um etwas "Privates", sondern um Widerstand gegen das Regime. Bei dieser einen Fortsetzung ist es dann geblieben. Ich habe damals ein Set aus beiden Filmen über Amazon.co.uk bezogen
Thema: Reviews asiatischer Filme
Live Wire

Antworten: 191
Hits: 74.276
15.05.2006 11:22 Forum: Asien


The Treasure Hunters (1981)
Darsteller:
Fu Sheng, Chang Chan-peng, Gordon Liu, Wang Lung-wei, Yeung Ching Ching
Regie: Liu Chia-Yung
Inhalt: Der junge Zhi Daobao (Fu Sheng) ist ein ziemlicher Filou, der mit kleinen Gaunereien immer auf der Suche nach dem schnellen Geld ist. Dies gibt er dann immer gleich in Spielcasinos und mit Freunden aus. Dort trifft er nach einem gelungenen Coup den ebenso nichtsnutzigen jungen Zhao Jiuji (gespielt von Fu Shengs Bruder Chang Chan-peng), der ihn für die Suche nach dem Schatz des berüchtigten Piraten Zhang Baozai gewinnen möchte. Da Zhao Jiuji aus reichem Elternhaus stammt und eher auf den Ruhm des Finders aus ist, bietet er Zhi Daobao an, dass dieser den größten des Schatzes erhalten soll. Als Anhaltspunkt dient ihnen ein Antiquariat, in welchem Briefe des Piraten zu finden sein sollen. Geld haben sie aber keins, da auch Zhao Jiuji nicht gut bei Kasse ist. Offensichtlich haben seine Eltern ihm den Geldhahn zugedreht. Und so machen sie sich, nachdem sie bei einem Gespräch mit dem Antiquar die Briefe gesehen haben, des Nachts auf den Weg, um die Briefe zu stehlen. Doch sie werden schon erwartet und zu ihrer Überraschung ist der Antiquar ein besserer Fighter als sie selbst. Durch einen cleveren Einfall behalten sie aber letztlich die Oberhand und können mit den Briefen entkommen. Doch die Briefe auch zu behalten, geschweige denn den Schatz zu finden, stellt sich als gar nicht so einfach heraus, denn es gibt weitere Parteien, die hinter dem Schatz her sind. Das ist in erster Linie der finstere Lord Mo Cong (Wang Lung-wei) und seine Schülerin (Yeung Ching Ching), der seine finsteren Aktivitäten hinter einer ehrbaren Fassade verbirgt, aber jeden aus dem Weg räumt, der Interesse an dem Schatz zeigt. Ferner gibt es den Mönch Wuxiang (Gordon Liu) vom Fahua-Tempel, dem Lord Mo die Morde in die Schuhe schiebt. Und dann ist da auch noch der Polizist, der Zhi Daobao wegen dessen Gaunereien endlich verhaften will.
Kritik: The Treasure Hunters ist eine für Hong Kong so typische Kung Fu Comedy. Gags werden zumeist mittels Blödeleien oder komischer Charaktere erzeugt, worüber ich noch nie so recht lachen konnte. Hier wird die Comedy vor allem im Zusammenhang mit dem schielenden Polizisten inszeniert, der immer hinter Zhi Daobao her ist. Diese Nebenhandlung ist nur mäßig witzig und für den Film auch völlig überflüssig, so dass der Regisseur sie lieber ganz hätte weglassen sollen. Sonst ist der Film nämlich größtenteils gelungen. Sowohl die anfangs noch eher komischen Fights, wie z.B. der gegen den Antiquar, als auch die späteren an Härte und Intensität deutlich zunehmenden Auseinandersetzungen mit dem Hauptschurken und seiner Killerin sind erstklassig und voller toller Einfälle. Hier hat mir insbesondere auch Yeung Ching Ching als skrupellose Kampfmaschine des Schurken gefallen. Sie hat mit ihren beiden Schwerten ein paar richtig coole moves drauf und ist auch in Sachen Akrobatik sehr agil.
Wertung: Schade, The Treasure Hunters hätte um so vieles besser sein können, wenn Liu Chia-Yung die Comedy Blödeleien einfach weggelassen und sich nur auf die Schatzsuche und die Action konzentriert hätte. So aber muss man immer wieder langweilige Passagen überstehen. Nur aufgrund der wirklich hochklassigen Fights kann der Film sich auf 7/10 vorkämpfen.
Thema: Reviews asiatischer Filme
Live Wire

Antworten: 191
Hits: 74.276
15.05.2006 11:19 Forum: Asien


The Spirit of the Sword (1982)
Darsteller:
Lau Wing, Cecilia Wong, Lo Lieh, Yueh Hua, Sun Chien, Yeung Ching Ching
Regie: Chu Yuan
Inhalt: Vor der Zeit der großen Helden wie Li Xunhuan, Ah Fei (Ti Lung als Sentimental Swordsman und Derek Yee), der Matriarch of the Water sowie des Mönchs Wu Hua (beide aus Clans of Intrigue) wurde die Martial World von fünf nach Elementen benannten Clans beherrscht: Black Earth Clan, Gold River Clan, Spirited Fire Clan, White Water Clan und Green Wood Clan. Alle 5 Jahre treffen sich die Clanchefs in der Magic Cave am Tai Lake, um in Duellen ihren Führer zu bestimmen. Bald steht wieder ein solches Treffen an. Die letzten beiden Male hat der Purple Robe Duke (Yueh Hua) vom White Water Clan gesiegt. Auf dem Weg dorthin wird erst sein Vater von einem mysteriösen Samurai Killer getötet und dann der Purple Robe Duke von demselben Attentäter mit vergiftetem Rauch schwer verletzt. Es sind nur noch 49 Tage bis zum Clantreffen und so schickt er seinen Bruder Bai Baoyu (Lau Wing) aus, um eine Medizin für ihn zu finden. Dazu gibt er ihm nur einen Brief und ein Reiseziel mit auf den Weg, den Big Dipper am Yitian Cliff. Diesen Brief soll er dort einer Person übergeben, die sich ihm zu erkennen geben wird. Auf dem Weg dahin trifft er dann auf eine geheimnisvolle Frau, die sich selbst nur Little Princess (Cecilia Wong) nennt und plötzlich von einer Horde Fighter attackiert wird. Als er ihr zur Hilfe eilt, beginnen seine Schwierigkeiten. Wem kann er noch trauen? Jeder kann ein Feind sein. Und so wird die Suche nach der von seinem Bruder benötigten Medizin geradezu zu einem Selbstmordkommando.
Kritik: Mal wieder eine Story aus dieser Martial World, von der ich bis heute nicht weiß, was diese Welt eigentlich sein soll, außer dass immer irgendwelche Clans um die Macht kämpfen und Martial Arts Heroes darum, wer der Beste ist. Auch hier ist das nicht anders. Unter den 5 Clans gibt es Verräter, die sich nicht auf ein faires Duell verlassen wollen und mit Intrigen und Attentaten nach der Macht streben. Sicher könnte man sagen, alles wie gehabt und man könnte auch anführen, dass das für einen Film aus der Endzeit der Clanfilme zu wenig ist. Hätte ich auf diese Stimmen gehört, wäre mir allerdings ein hochkarätiger Streifen entgangen. Isoliert betrachtet finde ich den Film nämlich fantastisch. Die Story ist weder besser noch schlechter als in anderen Chu Yuan Streifen und auch die Action ist innovativ und gut genug choreographiert, um mit jedem anderen Clanfilm mithalten zu können. Was Spirit of the Sword aber aus der Masse heraushebt ist die fantastische Optik. Was der von Lau Wing gewohnt souverän gespielte Protagonist auf seiner Reise an bonbonfarbenen Blumen- und Waldlandschaften, prachtvollen Palästen und ausgefallenen Locations durchstreift, ist an artifizieller Opulenz kaum noch zu toppen. Dazu kommt eine schöne Kamera, die sich nicht scheut, den Vergiftungszustand des Helden auch mal als psychedelischen LSD-Trip darzustellen.
Wertung: Wow, was für ein optischer Hochgenuss. Eine trotz aller Offensichtlichkeit durchaus spannende Detektivstory aus der „Agatha Christie Martial World“ mit gut choreographierten Fights, veredelt Chu Yuan mit bunten Landschaften und luxuriösen Sets im Überfluss zu einem grandiosen Clanfilm. Da bleibt einem Fan wie mir nichts anderes übrig, als 10/10 zu geben.
Thema: Reviews asiatischer Filme
Live Wire

Antworten: 191
Hits: 74.276
15.05.2006 11:16 Forum: Asien


Monkey Kung Fu (1979)
Darsteller:
Ching Siu Tung, Hau Chiu Sing
Regie: Lo Mar
Inhalt: Der junge Heißsporn Wei Chung (Ching Siu Tung) kommt für einige Jahre ins Gefängnis. Dort kommt er in eine Zeile mit einem alten Mann, der dort auf seine Hinrichtung wartet. Bei allen anderen Insassen ist der alte Mann ob seines guten Kung Fu´s gefürchtet. Davon lässt sich Wei Chung aber nicht beeindrucken und liefert sich gleich einige Fights mit dem Alten über den Liegeplatz in der Zelle und die Stühle beim Essen, die allerdings jeweils mit seiner Niederlage enden. Offensichtlich ist der Alte von seiner Beharrlichkeit beeindruckt, denn am Abend vor seiner Hinrichtung übergibt er ihm die Hälfte eines Amuletts und spricht etwas mysteriös von einem Schatz. Auf jeden Fall soll er sich intensiv nach der anderen Hälfte auf die Suche begeben. Nach der Hinrichtung des Alten bekommt er einen neuen Zellengenossen namens Chau Lung (Hau Chiu Sing) und schon nach kurzer Zeit nutzen die Beiden eine günstige Gelegenheit zur Flucht. Doch Wei Ching kann die Freiheit nicht so recht genießen, da ein Nachfahre des Führers des Black Earth Clans hinter dem Amulett her ist und der ist ein tödlicher Meister mit seinem Stab. Offensichtlich ist das Amulett der Schlüssel zum Monkey Kung Fu des Gibbon Fist Clans.
Kritik: Der Plot von Monkey Kung Fu passt tatsächlich auf eine Serviette und ist auch völlig unwichtig. In diesem Film geht es nur um Fights und gekämpft wird eigentlich pausenlos, nur unterbrochen von i.d.R. sehr kurzen Dialogen und einer etwas längeren Trainingssequenz. Der Film ist im Schaffen der Shaw Brothers fast schon ein Fremdkörper, denn man kann ihn als solchen kaum erkennen. Vom Look her wirkt er eher wie ein früher Jackie Chan Film. Es spielt sich fast alles im Freien ab, nur selten sind einige der SB-Sets im Bild. Und die ersten Fights im Gefängnis mit der Bastmatte oder um den Stuhl am Tisch könnten direkt aus einem solchen Film entnommen sein. Es spielt auch keiner der üblichen SB-Akteure mit. Beim Hauptdarsteller, der zugleich auch die Action choreographiert hat, handelt es sich um den legendären Regisseur und Choreographen Ching Siu Tung in einer seiner raren Ausflüge vor die Kamera. In späteren Jahren wurde er einer der wichtigsten Martial Arts Schaffenden in Hongkong, der Klassiker wie Duel to the Death, die Chinese Gost Story Trilogie sowie die Swordsman-Reihe inszeniert hat und daneben als Choreograph für die Action u.a. in Better Tomorrow I + II, Heroic Trio, Butterfly and Sword, Shaolin Soccer, Hero und House of Flying Daggers verantwortlich ist. Er gibt hier auch als Protagonist eine gute Figur ab und das liegt vor allem an seinen herausragenden akrobatischen Kung Fu Fähigkeiten, die die Fights wirklich zu etwas Besonderem machen, vor allem wenn man bedenkt, dass keine Drähte im Einsatz sind.
Wertung: Monkey Kung Fu ist ein spektakulärer Kung Fu Film, der manchmal allerdings zu überladen ist mit pausenlosen Fights. Etwas mehr echte Handlung hätte nicht gestört, zumal das eine oder andere Gefecht auch schlicht überflüssig ist. Dennoch kommt der Film durch seine schiere Brillianz bei den Fights auf 8/10.
Thema: Reviews asiatischer Filme
Live Wire

Antworten: 191
Hits: 74.276
05.05.2006 12:23 Forum: Asien


The New Shaolin Boxers (1976)
Darsteller:
Fu Sheng, Wang Lung-Wei, Leung Kar Yan, Jenny Tseng, Philip Kwok
Regie: Chang Cheh
Inhalt: Der junge Zhong Jian lebt bei seinem Onkel und ist tagsüber als Kutschfahrer tätig. In seiner Freizeit lernt er Kung Fu in Meister Zhaos (Shan Mao) Martial Arts Schule. Er ist ein Hitzkopf und immer für einen Fight zu haben. Daneben hat er einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und ist der einzige in seiner Stadt, der sich nicht vor den vielen Halunken wegduckt. Zu Beginn des Films rettet er eine junge Frau (Jenny Tsen) vor einem Räuber (Leung Kar-Yan), der ihn aber hinterrücks mit einem Messer verletzt. Nach seiner Genesung wirft ihn Meister Zhao (Shan Mao) aus der Kung Fu Schule heraus, weil er der Meinung ist, dass er ein zu gutes Herz hat, was ihn verletzlich für solche heimtückischen Attacken macht. Er möchte ihn schützen und bittet Zhong Jian, sich nicht mehr gegen Halunken zu stellen. Doch Zhong Jian hört natürlich nicht auf ihn und so kommt es schon nach kurzer Zeit zur Konfrontation mit dem großen Boss Feng Tian Zhan (Wang Lung-wei). Der ist ihm haushoch überlegen und in letzter Sekunde wird Zhong Jian von Meister Zhao gerettet. Doch der Lehrer weiß, dass Feng diesen Vorfall nicht auf sich beruhen lassen wird. Daher schickt er Zhong Jian in die Berge zu dem Mönch Zhu Chi (Chan Wai Lau), damit er von diesem Choy Li Fut Kung Fu lernen kann. Anschließend will er seine Kampfschule schließen und fliehen. Noch während des harten Trainings macht Zhong Jian einen Besuch in seiner Stadt und muss feststellen, dass sein Kung Fu Lehrer inzwischen von einem Unbekannten ermordet wurde. Doch er ahnt natürlich, wer dieser Unbekannte ist. So kehrt er mit dem Wunsch nach Rache in die Berge zurück, um seine Ausbildung abzuschließen.
Kritik: The New Shaolin Boxers ist ein geradliniger Martial Arts Kracher mit einem ziemlich einfachen und standardmäßigen Plot. Junger heißblütiger Fighter nimmt Rache für seinen toten Meister. Was ihn dennoch aus der Maße heraushebt, sind die glaubwürdigen Akteure. Fu Sheng liefert eine seiner besten Performances als junger Heißsporn ab. In ernsten Rollen gefällt er mir einfach am besten. Wang Lung-wei ist als skrupelloser Schurke mal wieder grandios. Auch das Training des Protagonisten fand ich sehr interessant. Nach dem fast schon obligatorischen Schleppen von Wassereimern über eine steile Treppe, ist das eigentliche Training dann sehr nah an echtem Kung Fu. Fu Sheng übt Bewegungsabläufe und Schlagtechniken des Choy Li Fut Stils. Im Showdown werden immer wieder Sequenzen aus dem Training eingeblendet. Das fand ich einerseits gut, weil es zeigt, dass sich trainierte Abläufe auch in echten Fights wieder finden, andererseits hat es Chang Cheh damit leider etwas übertrieben, so dass dem an sich erstklassigen und harten Fight zweier großartiger Kämpfer etwas das Tempo genommen wird. Die Inszenierung Chang Chehs ist schnörkellos. Er hätte sich bei den Subplots meiner Meinung nach aber noch etwas kürzer fassen sollen, um das Tempo zu erhöhen. Denn schließlich steht in diesem Film nicht die Story im Vordergrund sondern die Action, wenngleich Chang Cheh auch etwas Sozialkritik unterbringt.
Wertung: Ein Film dessen Plot nur unwesentlich über Genrestandards hinauskommt, der aber durch das grandiose Spiel Fu Shengs sowie die gute Inszenierung von Chang Cheh enorm aufgewertet wird. So kann aus etwas Durchschnittlichem in der Hand der richtigen Personen ein guter Film werden, der sich 7/10 redlich erfightet hat.
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02.05.2006 15:19 Forum: Asien


Dirty Ho (1979)
Darsteller:
Gordon Liu, Wang Yu, Wang Lung-wei, Lo Lieh, Kara Hui, Hsiao Ho
Regie: Li Chia Liang
Inhalt: Der 11.te Prinz Wang (Gordon Liu) hat nichts übrig für die Ränkespiele seiner Brüder, die sich in vollem Gang befinden, seit der Kaiser verkündet hat, bald einen Nachfolger zu ernennen. Und so macht er inkognito erstmal „Urlaub“ in der Provinz Guangdong. Dazu hat er sich die Fassade eines reichen Kaufmannes zugelegt und genießt das süße Leben der Marke Wein, Weib und Gesang. In einem luxuriösen Nachtclub trifft er auf den flegelhaften Juwelendieb „Dirty“ Ho Zhen (Wang Yu). Die beiden Männer liefern sich mit ihren jeweiligen Reichtümern erstmal einen regelrechten Kampf um die Gunst der anwesenden Damen, den Ho Zhen natürlich nicht gewinnen kann. Irgendwie mag Wang den kleinen Dieb und möchte ihn zu einem besseren Menschen machen, so dass er ihn nach diversen Scharmützeln mit einem Trick zu seinem Schüler macht. Eine glückliche Entscheidung, denn schon bald braucht Wang Hilfe, als der 4.te Prinz durch einen skrupellosen General (Lo Lieh) Killer aussenden lässt, die Wang aufspüren und töten sollen.
Kritik: Das ich mal über eine Kung Fu Komödie sage, dass sie rundum gelungen ist, hätte ich auch nicht gedacht. Aber Dirty Ho ist so ein Fall. Keine dummen Gags und fast keine blöden Grimassen, sondern aus dem jeweiligen Handlungsstrang entwickelte witzige Szenen wie z.B. der Kampf der beiden Protagonisten um die Gunst der Nachtclubdamen. Aber auch die Fights selber werden für amüsante Szenen benutzt, die daraus entstehen, dass Wang seine Kung Fu Fähigkeiten nicht offenbaren will. So lenkt er Kara Huis gesamten Körper hinter ihr stehend wie den einer Puppe in einem Gefecht mit Ho Zhen, ohne dass dieser merkt gegen wen er da eigentlich wirklich kämpft. Und ein Weinhändler und der Besitzer eines Antiquariats entpuppen sich plötzlich als Killer. Hier laufen die Aktionen und Reaktionen u.a. mittels Weinkaraffen und Kunstgegenständen zum Großteil versteckt ab, damit Ho Zhen, der sich im gleichen Raum befindet, nichts davon mitbekommt. Aufgrund ihrer technischen Brillianz gehören diese Fights zu den besten des Films. Das spätere obligatorische Training und der zweiteilige Showdown liefern dann ebenfalls Kung Fu auf höchstem Niveau. Was den Film neben der herausragenden Qualität der Action so gut macht, ist die Tatsache, dass Liu Chia Liang daneben auch die Buddy-Freundschaft und Lehrer-Schüler-Beziehung glaubwürdig weiterentwickelt. Am Ende bleibt offen, ob die Freundschaft auch in der offiziellen Rolle Wangs Bestand haben wird. Auch dies finde ich sehr passend, nachdem Wang diverse Male gezeigt hat, dass auch er nicht frei von Konventionen ist, in dem er Ho Zhen mehrfach als Sklaven (zumindest in der englischen UT) bezeichnet.
Wertung: Ich kann einfach kein Haar in der Suppe finden. Dirty Ho ist eine perfekte Kung Fu Komödie. Gags, die fast nie auf platte Pointen setzen, sondern sehr amüsant in den Handlungsverlauf integriert sind. Dazu innovative Fights vom Meister Liu Chia Liang, perfekt und auf höchstem Niveau in zum Teil sehr langen ungeschnittenen Szenen von den Akteuren umgesetzt sowie ein Setdesign, das die Möglichkeiten der Shaw Brothers voll ausnutzt. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als 10/10 zu geben.
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02.05.2006 15:16 Forum: Asien


Swift Sword (1980)
Darsteller:
Wang Yu, Ling Yun, Lo Lieh, Niu Niu, Lily Li-Li, Kara Hui
Regie: Ho Meng-hua
Inhalt: „Swift Sword“ Bai Yipeng (Ling Yun) befindet sich auf einem Rachefeldzug gegen die Familie Leng. Zu Beginn des Films tötet er sein 30. Opfer. Es handelt sich um Leng Ruyun (Chan Shen), der wie man später erfährt die jüngere Schwester Bai Yipengs vergewaltigt und dann mit der ganzen Bai-Familie ermordert hat, während Bai Yipeng gerade nicht zuhause war. Erst als er die schöne Quixia (Lily Li-li), die Tochter des Clanchefs der Lengs, entführt, kommt er nach und nach zur Besinnung. Ihre Tränen und die Scham über die Untat ihrer Familie erweichen ihn und er beendet die Tötungsorgie. Da sie sich inzwischen ineinander verliebt haben, bietet Clanchef Leng zur Versöhnung die Hochzeit an. Letztlich ist dies aber eine Falle, denn Leng ist ein Mitglied der Cold Blooded Five und die sind hinter einer Schatzkarte her, die sich in Bai Yipengs Besitz befindet. Gerade als Quixia ihm erzählt, dass sie schwanger ist vergiften und verkrüppeln ihn die 5 skrupellosen Gangster. Als er sie dann statt zum Versteck des Schatzes in die Irre geführt hat, stoßen sie ihn über ein Klippe. In der Annahme er sei tot lassen sie ihn dort zurück. 10 Jahre später befindet sich der junge Xiaolou Xiatong (Wang Yu) auf der Flucht vor der Staatsmacht. Er wird gejagt, weil er der Sohn eines Ming-Generals ist, der nach dem Einmarsch und der Machtübernahme der Quings getötet wurde. Während eines Fights gegen eine Gruppe Soldaten stürzt er die gleich Klippe hinunter wie Bai Yipeng. Durch einen Baum wird sein Sturz gebremst und unten findet er die Höhle des Verschollenen. Nachdem Xiaolou in dieser Höhle einige Prüfungen bestanden hat, nimmt Bai Yipeng ihn schließlich als Schüler auf. Und schon bald werden sich die Wege Xiaolous mit denen der Cold Blooded Five und der Familie von Yipeng kreuzen.
Kritik: Nachdem ich von Swift Sword bisher eher schlechte Meinungen gelesen hatte, war meine Erwartungshaltung nicht besonders hoch. Umso positiver dann die Überraschung. Swift Sword ist ein sehr unterhaltsamer Film mit einer interessanten Geschichte, guten Fights und überwiegend überzeugenden Schauspielern. Dazu ist das ganze optisch gut umgesetzt mit atmosphärischen Outdoor-Shots und dem prachtvollen Palast des Leng-Clans. Wang Yu gefällt mir immer gut, wenn er nicht in einer Komödie besetzt ist (wie z.B. auch bei Proud Youth und Kung Fu Instructor) und auch Ling Yun ist glaubwürdig in der Rolle des geschundenen Titelhelden. Dazu darf dann noch Kara Hui in einer die Haupthandlung kreuzenden Nebenrolle ein paar Mal das Schwert schwingen, was wie immer eine große Freude ist. Insgesamt können die Fights mit einigen guten Ideen überzeugen, wenngleich sie nicht hochklassig choreographiert sind. Sicher ist der Film kein Meilenstein, lässt einen Handlungsstrang völlig offen (die Jagd des Staates auf Xiaolou findet nur am Anfang statt) und ist für sein Entstehungsjahr veraltet, verpackt er doch eine Geschichte, die in ihrer Art der Inszenierung auch aus den späten 60´ern kommen könnte, in ein etwas moderneres Gewand. Aber gerade das hat mir sehr gut gefallen, bin ich doch ein großer Fan dieser alten Filme. Und endlich gibt es auch mal wieder ein richtiges Happy-End, das erlebt man bei den Shaw-Brothers ja auch eher selten. Ho Meng-hua adaptiert hier einen Roman von Louis Cha, den Chang Cheh kurz danach unter seinem Originaltitel „The Sword stained with Royal Blood“ noch einmal verfilmt hat.
Wertung: Swift Sword ist solide in schönen Bildern gefilmte Unterhaltung mit einer ansprechenden Story, der nötigen Prise Melodramatik und guten Fights. Ho Meng-hua hat hier die Martial Arts World sicherlich nicht neu erfunden, aber einen nie langweiligen Beitrag zum Genre abgeliefert. Das reicht locker für 7/10.
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21.04.2006 10:33 Forum: Asien


The Five Venoms (1978 ), angesehen auf der deutschen DVD von MIB (Die unbesiegbaren Fünf)
Darsteller: Chiang Sheng, Philip Kwok, Lo Meng, Sun Chien, Lu Feng, Wai Pak, Wang Lung-Wei, Ku Feng
Regie: Chang Cheh
Inhalt: Der Meister des berüchtigten Five Venom Clans liegt im Sterben und hat keinen Nachfolger. Daher möchte er für die Nachwelt die schlechte Reputation des Clans verbessern. Er ruft seinen letzten Schüler Yang De (Chiang Sheng) zu sich und erteilt ihm einen Doppelauftrag. Er soll die letzten fünf voll ausgebildeten Schüler des Clans aufspüren. Mit den rechtschaffenden soll er zusammenarbeiten, um die Schüler, die sich nicht vom bösen Pfad abbringen lassen zu liquidieren. Jeder von ihnen ist Meister in einer der fünf nach giftigen Tieren benannten tödlichen Techniken des Five Venom Clans: Centipede, Snake, Scorpion, Gecko und Toad. Nach Abschluss ihrer Ausbildung haben alle diese Schüler die Identität gewechselt und sind somit nur schwer zu finden. Auch untereinander kennen sie sich nicht alle. Es ist zu vermuten, dass sie sich in einer kleinen Stadt aufhalten, in der auch der aktuelle Besitzer des großen Schatzes des Five Venom Clans inkognito lebt. Und dies ist der zweite Teil seines Auftrags: Wiederbeschaffung des Schatzes und Verwendung für wohltätige Zwecke. Der Meister geht davon aus, dass auch die fünf Venoms hinter dem Schatz her sind. Yang De´s großes Problem ist, dass er weder die fünf Venomkämpfer noch den Besitzer des Schatzes kennt. Außerdem ist er zwar in allen fünf Techniken geschult, jedoch ist seine Ausbildung noch nicht beendet, so dass er es in einem Kampf Mann gegen Mann mit keinem der Gesuchten aufnehmen kann. Dazu braucht er mindestens einen der Fünf als Helfer. Und so bricht er zu einer Mission Impossible auf. Wer sind die Fünf und wem kann er vertrauen, denn eines steht schon bald fest. Einige der Five Venoms haben finstere Absichten und sind bereit, diese rücksichtslos durchzusetzen.
Kritik: Mit diesem Film läutete Chang Cheh die dritte Phase (seine Shaolin Filme mit Fu Sheng u.a. mal ausgenommen) seines Shaw Brothers – Schaffens nach den Filmen mit Wang Yu (Ende der 60´er) und dem Deadly Duo David Chiang und Ti Lung (Anfang der 70´er) ein. Bei vielen seiner Filme beginnend ab 1978 haben die Schauspieler aus den Five Venoms mitgespielt. Daher bezeichnet man sie auch als die Venom-Filme. Von den 6 Schauspielern gehörte Wai Pak (Snake) in der Folgezeit nicht mehr zur Venom Crew. The Five Venoms ist im Westen einer der großen Kung Fu Klassiker. In Asien waren die Venom-Filme hingegen nicht sonderlich erfolgreich. Ich finde den Film hauptsächlich aus filmhistorischer Sicht interessant. Chang Cheh hat hier einen neuen Stil kreiert, der sich auch in den anderen Venom Filmen widerspiegelt. Das beginnt bei den Outfits, die nicht mehr der Historie entliehen sind und schon fast Fetischcharakter haben (hier besonders der rote Lederdress von Lu Feng) über die Actionchoreographie (nahezu alle Venom-Filme wurden von Lu Feng und Chiang Sheng choreographiert) bis zur Tatsache, dass Frauen, wenn sie denn überhaupt vorhanden sind (Five Venoms ist komplett frauenlos) lediglich als Beiwerk dienen. Bereits in diesem Film ist zu sehen, dass vor allem Philip Kwok, Lu Feng und Chiang Sheng (alle drei wurden an der gleichen Schule für Peking Oper ausgebildet) bei ihren Fights sehr gut harmonieren und mit langen ungeschnittenen akrobatischen Sequenzen glänzen können. Meistens haben diese drei auch den Showdown bestritten, mit Lu Feng in der Rolle des Bösewichts. Den Film selbst finde ich hingegen nicht so gut. Die Grundidee ist zwar sehr gut und spannend, aber nicht wirklich gut umgesetzt. Dies liegt auch am etwas hölzernen Spiel der Akteure. Es gelingt nicht, beim Zuseher Anteilnahme für ihr jeweiliges Schicksal zu wecken. So gibt es dann doch deutliche Längen, vor allem im Mittelteil mit seinen Intrigen um den Gerichtsprozess gegen Centipede (Lu Feng) und Toad (Lo Meng). Die Fights sind viel zu spärlich über den Film verteilt. Hier hätte deutlich mehr kommen müssen, um die Schwächen zu überdecken. Die Fights selbst sind gut gemacht, für sich genommen aber nichts Überragendes. Da haben die Venoms später besseres gemacht (z.B. der Showdown aus Invincible Shaolin). Sehr gut finde ich aber, dass sich die am Anfang demonstrierten Kampfstile der Venoms im weiteren Verlauf auch in den Fights wieder finden.
Wertung: The Five Venoms ist im Westen einer der großen Klassiker des Shaw Brothers Kino. Leider rechtfertigt der Film diesen Status nur teilweise. Aufgrund seiner Relevanz für das Schaffen von Chang Cheh, als Startpunkt der Venom – Filme und wegen der originellen Kampfstile ist er gleichwohl interessant und erhält dafür 6/10.

PS: Auch bei diesem Film ist die DVD wieder nicht vollständig gelungen. Diesmal sind es vor allem die grottigen Synchronsprecher, die einem das Sehvergnügen verhageln. Zum Glück ist die Untertitelung hier in Ordnung. Da habe ich mir den Film im Original angesehen.
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20.04.2006 13:15 Forum: Asien


Legend of the Bat (1978 ), angesehen auf der deutschen DVD von MIB (Die Rückkehr der gelben Höllenhunde)
Darsteller: Ti Lung, Yueh Hua, Ching Li, Ling Yun, Derek Yee, Cheng Miu, Chu Siu Keung
Regie: Chu Yuan
Inhalt: Auf Bat Island veranstaltet der mysteriöse Mr. Bat Auktionen zum Verkauf wertvoller und zum Teil illegal beschaffter Güter. Ein geheimnisvoller Mönch will eine seltene Medizin verkaufen. Als Preis fordert er den Kopf von Chu Liu-hsiang. Dieser ist gerade mit dem befreundeten Profikiller Yi Tien-hung (Ling Yun) unterwegs, als sie auf ein Haus voller Leichen stoßen. Letztlich bringt sie dieser Fund in das Haus des Jade Clans unter Führung von Li Yuhan (Yueh Hua) und seiner Frau Liu Wumin (Ching Li). Was wie ein freundschaftlicher Besuch beginnt, endet mit dem Versuch der beiden, den Meisterdieb zu töten. Als dieser Versuch scheitert, erzählen sie von der Krankheit von Liu Wumin und dem Preis für den Erwerb der Medizin, nämlich dem Tod von Chu Liu-hsiang. Neugieriger Edelmann, der er nun mal ist, bietet dieser dem verzweifelten Paar an, bei der Beschaffung der Medizin behilflich zu sein. Und so nimmt er die Spur zur Bat Island auf, die ihn schließlich zu einem geheimnisvollen Hafen auf einem großen See und dem Bat Island Gatekeeper (Chu Siu Keung) führt. Zusammen mit diversen anderen Personen mit sehr undurchsichtigen Motiven schifft er sich auf das Transportboot des Gatekeepers nach Bat Islands ein. So gut wie niemand hier an Bord ist das, was er zu sein scheint, mit Ausnahme des aufrichtigen Helden Chu Liu-hsiang und einer jungen Frau, die ihren Vater sucht, den Erbauer des prachtvollen und gefährlichen Schlupfwinkels von Bat Island. Selbst sein Freund Yi Tien-hung, der plötzlich ebenfalls auf dem Schiff auftaucht, gibt seine wahren Absichten nicht Preis. Die Fahrt verläuft turbulent, als ein geheimnisvoller Killer beginnt, die Zahl der Reisenden zu dezimieren und endet mit der Explosion des Schiffes. Wer wird das Ziel der Reise erreichen und wird es dem bunten Häuflein gelingen, den geheimnisvollen Mr. Bat zu identifizieren und unschädlich zu machen.
Kritik: Legend of the Bat ist eine Fortsetzung des hervorragenden 1977ér Films Clans of Intrigue und ist wieder ein Martial Arts Mystery. Das Handlungsgerüst ist im Grunde einfach, doch Chu Yuan baut noch mehr dubiose und geheimnisvolle Personen mit rätselhaften Motiven sowie plötzliche Wendungen als bei Clans of Intrigue in den Film ein, die es dem Zuschauer noch schwerer machen, als beim Vorgänger, der Handlung beim ersten Ansehen zu folgen. Die Inszenierung hat erneut deutliche Parallelen zu Agatha Christie. Die Überfahrt nach Bat Island erinnert einen mit der Dezimierung der Passagiere doch stark an Mord im Orientexpress oder Tod auf dem Nil. Auf der Habenseite des Films stehen wieder wundervolle Sets und eine Inszenierung wie im Farbrausch. Selbst bei kurzen Szenen verzichtet der Regisseur nicht auf Opulenz, so dass eine durchgehend erstklassige Optik erzielt wird. Dazu kommen ausgezeichnete Fights, i.d.R. mit dem Schwert und die Tatsache, dass man wirklich bis zum Schluss rätselt, wer sich hinter der Maske des Mr. Bat verbirgt. Die Auflösung hat dann allerdings einen etwas schalen Beigeschmack, weil sie zu konstruiert wirkt und sich wieder nur um Rache und Macht dreht. Außerdem ist es häufig unbefriedigend, auf welche Art das Grüppchen aufrechter Kämpfer sich in den unterirdischen Höhlen auf Bat Island immer wieder aus Fallen oder Sackgassen herausarbeitet. Da hat z.B. immer jemand zufällig genau das Werkzeug dabei, dass man braucht, um weiterzukommen. In diesem Teil wird mir auch zu viel geredet. Es geht meistens darum, wer sich opfert, damit man ein Hindernis überwinden kann. Hier wäre etwas mehr Tempo und auch Rasanz bei der Hindernisüberwindung wünschenswert gewesen. Unabhängig davon macht es durchaus Spaß den Protagonisten dabei zuzusehen, wie sie sich durch die erlesenen Kulissen zum Kern des Geheimnisses vorkämpfen.
Wertung: Legend of the Bat ist aufgrund der etwas misslungenen Auflösung des Geheimnisses um Mr. Bat nicht ganz so gut wie sein Vorgänger. Auch ist die Story an sich nicht so originell wie bei Clans of Intrigue. Letztlich ist das aber nicht so ein Problem, da der Film trotzdem viel Spass macht. Tolle Schauspieler kämpfen sich durch ein dichtes Netz von Intrigen und liefern sich sehr schön anzusehende Fights in wundervollen Sets, die in allen Farben ausgeleuchtet sind, die das Beleuchtungsarsenal hergibt. Somit hat sich der Film trotz der Schwächen 7/10 redlich verdient.

PS: Auch bei dieser DVD gibt es die Asynchronität der Untertitel.
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20.04.2006 13:09 Forum: Asien


Clans of Intrigue (1977), angesehen auf der deutschen DVD von MIB (Die Bruderschaft der gelben Höllenhunde)
Darsteller: Ti Lung, Yueh Hua, Li Ching, Ku Feng, Nora Miao, Ling Yun, Pei Ti
Regie: Chu Yuan
Inhalt: Meisterdieb und Martial Arts Held Chu Liu-hsiang (Ti Lung) lebt mit seinen drei Freundinnen und Schülerinnen auf einem luxuriösen Hausboot. Er hat gerade Besuch von Mönch Wu Hua (Yueh Hua) und Nan Gong-lin (Tin Ching), als plötzlich Kung Nan-yen (Nora Miao) vom Magic Water Palace (ein reiner Frauenclan) auftaucht und ihn beschuldigt, tödliches Magic Water aus dem Palast gestohlen und damit die Führer von drei angesehenen Clans umgebracht zu haben. Deren Leichen sind stark aufgedunsen, ein typisches Anzeichen dafür, dass Magic Water im Spiel war. Chu Liu-hsiang hat nun nur eine Chance. Er muss den wahren Mörder finden. Dafür bekommt er einen Monat Zeit. Kann er bis dahin niemanden als Täter präsentieren, will man ihn zur Verantwortung ziehen. Auf seiner Suche muss er zunächst mal herausfinden, worum es bei der ganzen Geschichte überhaupt geht. Das ist schwierig genug, da ein rot gekleideter und maskierter Fighter sowie die Clans der toten Führer hinter ihm her sind. Nach diversen Attentaten auf ihn, findet er schließlich den Ausgangspunkt für die grausamen Taten, der rd. 20 Jahre in der Vergangenheit liegt. Ein Ninja aus Japan wurde von 3 chinesischen Clanführern besiegt und ermordet. Seine 2 Kinder (ein Mädchen und ein Junge) wurden danach bei den Clans aufgezogen. Doch wer sind die beiden Kinder und ist eines von ihnen der Mörder, wie Chu Liu-hsiang vermutet. Nun, da er die Hintergründe kennt, wird es erst richtig gefährlich für ihn. Was ihn erwartet, ist ein Netz aus Intrigen, Betrug und Doppel-Betrug sowie Versuchen ihn auszuschalten. Freunde werden zu Feinden, aber er erhält auch Hilfe von unerwarteter Seite. Wird es Chu Liu-hsiang gelingen, dieses Knäuel zu entwirren und vor allem wird er es überleben?
Kritik: Clans of Intrigue ist eine Chu Yuan Adaption einer mehrteiligen Geschichte Gu Longs über den Martial Arts Hero Chu Liu-hsiang. Die Handlung ist hierbei i.w. aus dem ersten Teil des Buches entnommen, während der Schauplatz des Showdowns, der Magic Water Palace, erst im dritten Teil vorkommt. Im Grunde handelt es sich um eine Detektivgeschichte. Der von Ti Lung gespielte Held bewegt sich auf dabei auf den Spuren so berühmter Detektive wie Miss Marple oder Hercule Poirot, nur dass er dem Genre angemessen noch eine Reihe von Fights zu absolvieren hat. Chu Yuan lässt wieder eine Batterie von Personen mit unterschiedlichen Motiven aufmarschieren, die es einem relativ schwer machen, der gesamten Handlung beim ersten Ansehen zu folgen. Unter dem Strich hat der Film aber eine recht geradlinige und spannende Story, die gut nachvollziehbar ist, wenn man sich auf die Hauptfiguren konzentriert. Die Fights sind in typischer Chu Yuan Art von Tang Chia erstklassig choreographiert, dienen aber eher dem Fortgang der Handlung als dass sie für sich genommen herausragend wären. Eine Ausnahme bildet hier der Showdown, der mit seinem ausgefallenen und durchaus blutigen Ende zu faszinieren weiß. Im übrigen schwelgt der Film mal wieder in buntesten Farben und wunderschönen Sets. Allein für den prachtvollen Magic Palace lohnt sich das Ansehen des Films.
Wertung: In den Jahren 1976 – 1978 befand sich Chu Yuan auf dem kreativen Höhepunkt seiner Clan-Film-Schaffensperiode u.a. mit Filmen wie Magic Blade, Killer Clans, Sentimental Swordsman, Jade Tiger sowie Legend of the Bat. Und auch Clans of Intrigue gehört eindeutig in diese Reihe. Der Film ist ein faszinierender und opulenter optischer Genuss, der dazu mit einer sehr abwechslungsreichen Story, guten Schauspielern und guten Fight glänzen kann. Somit gibt es 9/10.

PS: Die Bewertung gilt nur für den Film, die DVD hat leider mal wieder ein schon von "The Shadow Whip" bekanntes Problem mit erheblicher Asynchronität der Untertitel. Das macht es nahezu únmöglich (oder zumindest sehr frustrierend), sich den Film im Original anzuschauen.
Thema: Neuste DVD die ihr gekauft habt
Live Wire

Antworten: 923
Hits: 244.331
19.04.2006 10:43 Forum: Allgemeine DVD Area


Meine neuen Shaw Brothers Käufe:
Temple of the Red Lotus
The Sword and the Lute
Dragon Swamp
The New Shaolin Boxers
Monkey Kung Fu
Dirty Ho
Swift Sword
Martial Club
The Treasure Hunters
The Spirit of the Sword
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